Felbermayr Hochbau errichtet Wasserstoffwerk.
Mit Industrie,- Gewerbe,- und Wohnungsbauten ist Felbermayr neuerdings auch im Hochbau tätig. Eines der Vorzeigeprojekte dieser neuen Sparte im Hause Felbermayr ist die Errichtung eines Wasserstoffwerkes für die Firma Linde im Linzer Voestgelände.
„Das Ganze besteht aus 5 kleinen und einem großen Fundament sowie einer Halle für die Luftverdichtung“, erklärt Bauleiter Robert Grundner vom Hochbau. Das sich hinter dieser einfachen Beschreibung mehr verbirgt als es zunächst den Anschein macht, wird schon klar, wenn man bedenkt, dass auf dem großen Fundament nach Fertigstellung mehrere Spezialtanks mit einem Gewicht von bis zu 44 Tonnen bei 18 Meter Höhe aufgestellt werden.
Etwa 500 Kubikmeter Transportbeton waren nötig, um die große Betonplatte herzustellen. „Um 5 Uhr 20 haben wir mit dem Betonieren begonnen und um 12 Uhr 30 waren wir wieder fertig“, erinnert sich Grundner. Diese rasche Vorgehensweise war notwendig, um die große Fläche auf ein einheitliches Niveau zu bringen und gleichzeitig mit einem für die Rutschfestigkeit notwendigen „Besenstrich“ zu versehen. Dafür waren immer 6-8 Mischer in der Warteschlange zu den Pumpen. Für 5 weitere Fundamente mit je 16 Quadratmeter wurden noch einmal 500 Kubikmeter verarbeitet. Ein Sickerschacht am Rand der Anlage soll für ein ausreichendes Abfließen des Oberflächenwassers sorgen und somit die Tanks vor nassen Füßen bewahren.
Die eigentliche Wasserstoffgewinnung wird in einer 120 Quadratmeter großen Halle stattfinden. Das Bauwerk wurde aus Fertigteilen (Frostschürzen, Säulen und Träger) mit außenliegender Kassettenfassade aus Stahl mit dazwischenliegender Wärmedämmung errichtet. Die einzelnen Fertigteile wurden von der Firma Gerstl hergestellt und anschließend von Felbermayr-Kränen punktgenau aufgestellt. Im Inneren der Halle befindet sich eine schwingungsfrei gelagerte Bodenplatte, die zur Geräuschminderung in der Produktion dient. Auch an die Sicherheit wurde gedacht: „Eine spezielle Dachkonstruktion klappt bei einer allfälligen Explosion zur Seite und lässt somit den Druck nach oben entweichen“, kommentiert Grundner. In Betrieb gehen wird die Anlage Anfang nächsten Jahres.
Beitrag vom 11. Oktober 2007
MARKUS LACKNER
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