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90 Meter Steiger für Kulturdenkmal im Einsatz

13.08.2018 | Ergänzend zu Einsätzen für die Industrie ist die Felbermayr-Neuanschaffung des Bereiches Bühnenvermietung auch für Gutachtenerstellung und Sanierung von Kulturdenkmälern ein ideales Gerät. Das bewies die „F-90 LTK“ Mitte August bei einem Einsatz für das Stift Klosterneuburg. 
90 Meter Steiger für Kulturdenkmal im Einsatz © Felbermayr/Lackner

Mehrere Jahrhunderte sind die aus Sandstein bestehenden Skulpturen am Nord- und Südturm des Stiftes Klosterneuburg bereits den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das macht den Sandstein Mürbe. Um eine Gefährdung durch herabfallendes Material zu vermeiden, wurde seitens der Stiftverwaltung ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben. Damit wurde in einem ersten Schritt brüchiges Material geortet und entfernt. Als ideales Gerät im Sinne von Höhenzugangstechnik erwies sich dabei die T 900 HF aus dem Hause Ruthmann, auf Scania-Chassis, mit der Felbermayr-Bezeichnung F-90 LTK.  

Größtmögliche Flexibilität durch Arbeitsbühne

Mit einer Arbeitshöhe von 90 Metern und einer seitlichen Reichweite von 42 Metern sowie dem 33 Meter langen Oberarm ist die F-90 LTK ein ideales Gerät, wenn es um größtmögliche Flexibilität bei der Überwindung von hoch gelegenen Störkanten und Arbeiten in großer Höhe geht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten waren zum „Abfahren der Türme“ nur Stellplätze im Westen und Süden möglich. Somit musste der Nordturm über den rund 40 Meter hohen Dachgiebel des Kirchenraumes erreicht werden. „Dank dem Geschick des Bühnenfahrers und des Steigers F-90 LTK war das möglich“, sagt der zuständige Außendienstmitarbeiter Thomas Wiesner und konkretisiert, dass somit auch die 65 Meter hoch gelegenen Steinfiguren des Nordturms erreicht werden konnten. Die maximale seitliche Ausladung dabei waren 40 Meter. Ein möglicher Drehwinkel des Korbs von 440° Grad gestaltete die Arbeiten zusätzlich effizient.

Als Alternative zu diesem Arbeitsbühneneinsatz hätte man ein Gerüst errichten können oder einen Mobilkran mit Arbeitskorb zum Einsatz bringen können. Beide Alternativen hätten aber die Kosten des Bühneneinsatzes bei Weitem überstiegen. Zudem kann die Arbeitsbühne dank sanftem und ruckfreiem Navigieren auch zentimetergenau an die historischen und filigranen Sandsteingebilde herangeführt werden. Das gibt den beteiligten Mitarbeitern Sicherheit und hilft Sekundärschäden zu vermeiden.

Um mögliche Gefahren abzuwenden, wurden gleich im Anschluss an das Gutachten etwa 100 Kilogramm locker sitzendes Gestein entfernt. Eine umfassende Sanierung der beiden 85 Meter hohen Türme ist für 2020 geplant. 

Autor

Markus Lackner

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17.11.2018