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Felbermayr-Spezialtiefbau im Tunnelbau

26.04.2018 | Im September 2017 begann der Felbermayr-Spezialtiefbau mit den Arbeiten zur Erweiterung der „Dokumentation Obersalzberg“ in Berchtesgaden. Die Arbeiten bestehen vorwiegend aus einer Baugrubensicherung mit Spritzbeton und der Errichtung eines etwa 50 Meter langen Stollens.

Für die Erweiterung der „Dokumentation Obersalzberg“ war der Felbermayr Spezialtiefbau mit der Errichtung einer Baugrubensicherung und einem Tunnelbau beauftragt.
Für die Erweiterung der „Dokumentation Obersalzberg“ war der Felbermayr Spezialtiefbau mit der Errichtung einer Baugrubensicherung und einem Tunnelbau beauftragt. © Felbermayr/Lackner

Der ab 1933 zum Führersperrgebiet erklärte Obersalzberg beherbergt seit dem Jahr 1999 die „Dokumentation Obersalzberg“. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Museum, das die Geschichte und die Verbrechen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg aufarbeiten soll. Aufgrund der stetig steigenden Besucherzahlen entschieden sich die Verantwortlichen für einen Ausbau der Erinnerungsstätte. Mit den Arbeiten dazu begann der Felbermayr-Spezialtiefbau im September 2017.

Baugrubensicherung, Steinschlagschutz und Tunnelbau

Die konzeptionelle Erweiterung der Dokumentation Obersalzberg sieht eine Integration der ehemaligen Bunkeranlage in einen Rundgang vor. Dazu ist die Errichtung eines etwa 50 Meter langen Tunnels nötig. Die Schwierigkeit dabei waren unterschiedlich harte Gesteinsformationen im Berg. Dazu Felbermayr-Bauleiter Manuel Bugelnig vom Spezialtiefbau: „Dadurch mussten wir sowohl im Sprengvortrieb als auch im klassischen Baggervortrieb arbeiten.“ Eine weitere Schwierigkeit war die Erstellung des Tunnelprofils nach den architektonischen Vorgaben. So beginnt das Tunnelportal mit einem Durchmesser von sieben Metern und verjüngt sich bis zum Zusammentreffen mit der 50 Meter im Berg befindlichen Bunkeranlage auf einen Durchmesser von drei Metern. Insgesamt sind beim Stollen etwa 1.500 Kubikmeter Ausbruch im Festzustand angefallen. Das entspricht etwa 300 Lkw-Ladungen. In diesem Fall wird das Gestein allerdings nicht abtransportiert, sondern vor Ort gebrochen und zur Hinterfüllung für den Neubau eingesetzt.

„Insgesamt haben wir für die nötige Baugrubensicherung rund 1.200 Kubikmeter Spritzbeton, 8.000 Laufmeter Anker und 50 Tonnen Bewehrung verarbeitet“, zählt Bugelnig auf. Weiters seien für die Erweiterung des Dokumentationszentrums auch 1.000 Quadratmeter Steinschlagschutzgitter verbaut worden.

Eine während der Bauarbeiten entdeckte Fliegerbombe erinnerte an einen Bombenangriff im April 1945. Glücklicherweise konnte die Bombe aber vom Minenentschärfungsdienst unschädlich gemacht und beseitigt werden. Die Eröffnung des „Täterortes“ mit vierfach vergrößerter Ausstellungsfläche soll im Jahr 2020 stattfinden.

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Markus Lackner

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19.09.2018