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Kraftwerksbau an der Traun

29.01.2018 | Mehr als zwei Jahre wird die Bauzeit für den Ersatzneubau des Traunkraftwerks Danzermühl in Laakirchen (A) dauern. Baubeginn für das in einer Arge errichtete Projekt für Ingenieurtiefbau war im März 2017. Ergänzend zu ökonomischen Vorteilen bringt der Neubau auch Vorteile für die Umwelt. Auftraggeber ist die heinzel energy Kraftwerk Laakirchen GmbH. 
Fischaufstieg im Kraftwerkbau
Ein Kraftwerk mit mehr als neun Megawatt Leistung errichtet Felbermayr an der Traun. Das Bauvorhaben wird im Auftrag der heinzel energy Kraftwerk Laakirchen GmbH in einer Arge realisiert. © Felbermayr/Lackner

„Wir liegen gut in der Zeit“, kommentiert Felbermayr-Bereichsleiter Volker Brand. Als Bauingenieur ist er in der Arge vorwiegend für die technischen Belange des Kraftwerkprojektes zuständig. Somit freut er sich auch, dass die Bauabreiten trotz geologisch bedingten Erschwernissen termingemäß voranschreiten. 

Bauablauf im Zeitplan

Die Abbrucharbeiten der bestehenden Staustufe haben im Frühjahr 2017 begonnen. Im Anschluss folgte die Errichtung der neuen Wehranlage. Diese konnte wie geplant Ende vergangenen Jahres fertiggestellt werden. „Aktuell sind wir dabei, die Arbeiten zur Eintiefung der Traun im Unterwasser des Kraftwerks zu beenden“, sagt Brand. Dies sei erforderlich um die Fallhöhe der Staustufe auszubauen und Voraussetzung für eine Anhebung der Stromproduktion. Auch der Betonbau für die Fischaufstiegshilfe wird in Kürze beendet werden. Gleichzeitig beginnen die Umschließungsarbeiten für die Errichtung des Krafthauses. Die Stahlwasserbauarbeiten werden sukzessive zu den Bauabschnitten im Betonbau durchgeführt. „Die Montage der Turbinen ist für Ende dieses Jahres geplant“, nennt Brand einen weiteren Meilenstein für den Kraftwerksbau. Im Frühjahr 2019 soll dann erstmals Wasser durch den Einlaufkanal fließen und die Turbinen passieren. Die Baufertigstellung und Inbetriebnahme ist im Sommer 2019 geplant.

Vorteile durch Ersatzneubau

Der Entscheidung für den Ersatzneubau des etwa 130 Jahre alten Kraftwerks waren umfangreiche Untersuchungen vorangegangen, um sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht den Anpassungen an den derzeitigen Stand der Technik zu entsprechen. So wurde zur Anhebung der Fallhöhe die weiter talwärts gelegene Staustufe „Kohlwehr“ abgebrochen. Daraus resultiert eine etwa 2,5-fache Erhöhung der Stromproduktion und eine Erweiterung der freien Fließstrecke der Traun. Das bringt erhebliche Vorteile für den aus kristallklarem Wasser der Bergwelt des Salzkammergutes gespeisten Fluss. Fische und Kleinlebewesen profitieren davon. Weiters ermöglicht auch ein Fischaufstieg in Vertical-Slot-Bauweise den Wasserlebewesen ein ungehindertes Passieren des Traunkraftwerkes. In wirtschaftlicher Hinsicht ergibt sich durch die bessere Ausnutzung des Wasserangebotes eine mögliche Jahresstromproduktion von rund 45 Gigawattstunden. Das entspricht etwa dem Jahresstrombedarf von 10.000 Haushalten.         

 

 

 

Autor

Markus Lackner

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17.07.2018