Wohnen am Lokalbahnhof
31. Juli 2026 | Moritz Glück
Das Wohnbauprojekt der Welser Heimstätte gliedert sich in drei Bauabschnitte und umfasst insgesamt fünf Wohngebäude. Die Arbeiten an den ersten beiden Bauabschnitten laufen bereits auf Hochtouren. Begonnen wurde im Spätsommer zunächst mit den Häusern drei und vier. Im Anschluss folgte Haus zwei, nachdem die Tiefgaragenflächen der beiden ersten Gebäude miteinander verbunden werden konnten. Aktuell laufen in Haus zwei noch bis Ende August die Rohbauarbeiten. Während bei Haus drei bereits die Aufbauarbeiten begonnen haben, nähert sich Haus vier der Fertigstellung. Parallel dazu startete im Februar 2026 bereits der zweite Bauabschnitt mit Haus eins. Noch Ende dieses Jahres soll außerdem mit Haus fünf begonnen werden. Die Übergabe des ersten Bauabschnitts ist für Herbst 2027 vorgesehen, der zweite Bauabschnitt für Herbst 2028.
Wohnbau mit besonderen Anforderungen
Für die Hochbauspezialisten von Felbermayr, die sich üblicherweise in einer Baustellenumgebung aus Hohlwänden und Fertigbeton wiederfinden, stellt die massive Ziegelbauweise zwar kein völliges Neuland dar, gehört jedoch keineswegs zum Baustellenalltag. „Als knifflig erweist sich Haus zwei. Dort entsteht ein Steildach mit drei Firsten, dessen Geometrie uns einiges abverlangt. Die Dachflächen verschneiden sich mehrfach, Terrassen unterbrechen die Dachkonstruktion und zusätzlich ist ein kleiner Flachdachbereich integriert“, beschreibt Marko Pranjic, Bautechniker Hoch- und Industriebau, die zu bewältigende Herausforderung und führt weiter aus: „Erschwerend kommt hinzu, dass auf Dachvorsprünge vollständig verzichtet wird und das Dach bündig mit der Außenfassade abschließt. Eine Bauaufgabe, bei der Präzision bis ins letzte Detail gefragt ist.“
Neben den bautechnischen Aspekten erfordert vor allem die zeitgleiche Umsetzung mehrerer Gebäude ein hohes Maß an Koordination. „Da sich die Wohngebäude alle in unterschiedlichen Bauphasen befinden, braucht es auf dieser Baustelle einen besonders guten Überblick. Der damit einhergehende parallele Bauablauf und die feingliedrige Abstimmung machen das Bauvorhaben besonders komplex“, erläutert Pranjic.
Geballte Felbermayr-Kompetenz
Ein knappes Dutzend an Hochbauexperten aus dem Hause Felbermayr sorgt dafür, dass das Bauvorhaben nicht an Geschwindigkeit einbüßt. Unterstützung erhielt der himmelblaue Bautrupp vom Felbermayr-Leitungsbau. Dieser führte, beginnend im März, innerhalb von rund sieben Wochen umfangreiche Kanal- und Leitungsarbeiten durch. Auch bei der Baustellenlogistik zeigt sich die umfangreiche Felbermayr-Kompetenz. Material- und Gerätetransporte werden mit insgesamt sieben Lastkraftwagen aus dem eigenen Fuhrpark abgewickelt. Zusätzlich stellt Felbermayr einen der drei Hochbaukräne sowie Bagger mit bis zu 25 Tonnen Einsatzgewicht und Generatoren für die Stromversorgung der Krane bereit.
Beeindruckend zeigen sich auch die Dimensionen des Projekts: In den ersten beiden Bauabschnitten werden rund 1.000 Tonnen Stahl, etwa 12.000 Kubikmeter Beton sowie rund 220.000 Ziegel verarbeitet. „Eine wichtige Rolle, um das hohe Arbeitstempo auf der Baustelle aufrechtzuerhalten, spielt die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Teams von Gerstl und Felbermayr. Auf so einer Baustelle muss jeder Handgriff in den nächsten übergehen. Wenn Abstimmung, Vertrauen und Einsatz zusammenpassen, entsteht trotz der vielen parallelen Arbeiten ein richtiger Rhythmus auf der Baustelle“, betont Pranjic.
Mit dem Bauvorhaben am Lokalbahnhof entsteht in den kommenden Jahren neuer urbaner Wohnraum mitten in Wels. Gleichzeitig zeigt der Felbermayr-Hochbau eindrucksvoll, wie Wohnbau geht.