Felbermayr hebt Gastanks im Tandemhub in Linz Slider

Duett aus Stahl

 

25. Mai 2026 | Moritz Glück

Am Bosch Engineering Center in Linz ließ die Felbermayr Transport- und Hebetechnik Mitte Mai zwei mehr als 80 Tonnen schwere Gastanks über das Gelände gleiten. Die Behälter dienen künftig der Wasserstoffversorgung am Standort und leisten damit einen Beitrag zur Forschung und Entwicklung alternativer Energieträger. Der Hub verlangte präzise Vorbereitung, spezielle Anschlagtechnik und einen millimetergenauen Tandemhub.

Bereits Anfang des Jahres übernahm Felbermayr den Sondertransport der beiden Tanks vom nordrhein-westfälischen Kreuztal nach Linz. Angeliefert wurden diese auf einem achtachsigen Semitieflader, ehe die beiden Behälter am Firmengelände entladen und zwischengelagert wurden. Erst nach Vorliegen der erforderlichen Bescheinigungen konnten die Tanks aufgestellt werden.

Planung mit Weitblick
Die Vorbereitungen für den späteren Hub sowie die Montage begannen bereits mit der Zwischenlagerung am Werksgelände. Denn die beiden Kolosse mussten so positioniert werden, dass ausreichend Platz für die Krane erhalten blieb. „Schon bei der Zwischenlagerung war klar: Die Lagerfläche für die beiden Behälter darf später die Standflächen der Krane nicht beeinträchtigen. Die gesamte Logistik musste deshalb besonders vorausschauend geplant werden“, erklärt Thomas Pamminger, Abteilungsleiter Kran und nationale Transporte Wels.

Die beiden Behälter mit einer Länge von rund 18 Metern und einem Durchmesser von etwa zwei Metern bilden künftig die nötige Infrastruktur für diverse Wasserstoffanwendungen. Damit entsteht am Standort des Bosch-Engineering Centers ein entscheidender Baustein für die Entwicklung und Erprobung zukunftsorientierter Energielösungen.

Im Tandemhub
Standortübergreifend meisterten die Kranexperten aus Wels und Linz den Hub mit einem 650-Tonnen- und einem 160-Tonnen-Mobilkran. Der 650-Tonner wurde dabei von der Niederlassung Linz bereitgestellt. Während der Hauptkran die Last führte, übernahm der Hilfskran die kontrollierte Drehbewegung des Tanks. Der Ablauf verlangte höchste Präzision. Zunächst hoben beide Krane den ersten Behälter an. Anschließend ließ der Hilfskran sein Seil kontrolliert ab und führte den Tank Schritt für Schritt von der waagrechten in die senkrechte Position. Erst danach konnte der Hauptkran den Behälter millimetergenau auf die im Fundament befindlichen Bolzen absetzen. Für die Hebearbeiten wurden eigens spezielle Schäkel und Anschlagmittel beschafft, um die Lasten entsprechend sicher aufnehmen zu können.

„Das Aufstellen von Gastanks gehört fast schon zu unserem Tagesgeschäft. Üblicherweise bewegen wir jedoch deutlich kleinere Behälter. Dieses Mal standen gleich zwei Tanks dieser Größenordnung auf dem Programm“, beschreibt Pamminger den „großartigen“ Einsatz. Abschließend konnten beide Tanks durch die Monteure des Auftraggebers verbolzt und verschraubt werden. Nach rund drei Stunden standen beide Behälter aufgerichtet und ragen weithin sichtbar in den Himmel.

Für Pamminger besitzt das Projekt jedoch über die technische Leistung hinaus Bedeutung: „Der Auftraggeber begleitet uns seit vielen Jahren als verlässlicher Partner. Umso schöner ist es zu sehen, dass unsere Arbeit zukünftig dazu beiträgt, Wasserstofftechnologien weiterzuentwickeln. Projekte wie dieses zeigen, welche Rolle moderne Energieträger künftig einnehmen können.“

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